Eine interkulturelle Zusammenarbeit

Wir haben uns auf dem Rendezvous der Nachhaltigkeit getroffen, weil wir etwas bewegen wollen. Uns treibt natürlich das große Über-Thema Nachhaltigkeit an, und zusätzlich hat
jeder sein individuelles Thema am Runden Tisch präsentiert. Da gab es Ideen aus dem Bereich traditioneller Lehmbau, ökologische Landwirtschaft, sanfter Tourismus,  regenerative Stromerzeugung und weitere.

903058_358597180928176_924599585_o Uns treibt aber auch das Interesse am Kulturaustausch an. Werte wie Respekt, Wertschätzung, Toleranz gehören dazu. Respekt vor der eigenen Kultur, Wertschätzung für das, was in der eigenen Kultur entstanden ist. Und Toleranz und Respekt für die andere, die „unbekannte“ Kultur. Wir beobachten einander, wertschätzen uns, lernen voneinander, arbeiten gemeinsam, musizieren, essen und diskutieren gemeinsam. Wie auf dem Rendezvous de la Musique. Erst durch das Gemeinsame reflektieren wir unsere eigene Kultur, lernen erneut Wertschätzung für die eigenen Wurzeln kennen. Das ist der Kern der Völkerverständigung.

Selbst wenn sich die gesprochene Sprache unterscheidet von der aus dem anderen Kulturkreis und es einen Dolmetscher braucht um Inhalte zu vermitteln, so sind die Werte und die Beweggründe, warum wir alle uns auf den Rendezvous begegnet sind, doch die Gleichen.

In einer weiteren Zusammenarbeit wird es Sprachmittler brauchen, um fruchtbare Projekte zwischen Marokko und_DSF8329 Deutschland entstehen zu lassen. Die Sprachvermittlung wird eine Hürde darstellen, da Inhalte in veränderter Form wiedergegeben werden. Es wird  Verständigungsschwierigkeiten geben, aber es wird auch Boden für Neues entstehen. Das gemeinsame Ziel wird die Hürde überwinden lassen: das Ziel, den Respekt vor Mensch und Natur zu erhalten. Denn dies ist essentiell für ein harmonisches Zusammenleben auf dieser Erde. Und daher freue ich mich, als Sprachmittlerin moderieren zu können und hoffe auf weitere fruchtbare Dialoge.

Außerdem wünsche ich mir konkrete Projekte. Denn auch das ist uns in dem Treffen klar geworden: Wir müssen konkret werden, in Aktion treten, um etwas zu bewegen. Wollen wir gemeinsam ein Projekt starten? Wollen wir eine Idee umsetzen, müssen wir sie in ein Konzept bringen. Kreativ die Idee weiterdenken. Wer könnte unser Partner werden?  Welche Mittel brauchen wir? Welche Hürden werden auftreten? Vom Konzept aus treten wir in die Handlung und bewegen gemeinsam. Kleine Projekte, die sich womöglich unter dem Begriff „Atlas-Werkstätten“ zusammenfinden können. Als Projekt der Nachhaltigkeit.

Mit einem gemeinsamen Projekt werden wir aktiv, übernehmen wir Verantwortung für uns und unser kulturelles Erbe. Also gehen wir es an!

(Autor: Nadja Michels)