Historische Bautechnik in Marokko – Ein Eindruck von Manfred Fahnert

Ich beschäftige mich seit 1970 mir neuen Formen in der Architektur, dem sozialen Miteinander, dem Umgang der Menschen in einer humanen, respektvollen und friedlichen Gesellschaft. Mein Lebensweg und handwerkliche Ausbildung machen mich zu einem Spezialisten für Erde und Holz. In unzähligen Projekten habe ich gelernt was Architektur für den Menschen real bedeutet. Weiterlesen

Am Flughafen Marrakech…

…kurz vor meiner Abreise nach Deutschland, 20.07.2013

Safi, Chokran  (arabisch für: passt so, danke) wird mir fehlen. Beim Bezahlen spreche ich das letzte Mal die Worte, die mir in den letzten Wochen so vertraut geworden sind, bevor es wieder nach Deutschland geht.

Ich laufe ziellos durch die Terminals und beobachte die Menschen um mich herum. Es sind hauptsächlich Touristen in schicken Klamotten, überdrehten Kleidchen, knappen Röckchen, bunten Shorts, in gebräunter oder geröteter Haut, mit schicken Handtäschen unterm Arm und fast durchweg haben sie grimmige Gesichtsausdrücke. Weiterlesen

Neues Modell oder neue Blüte – des Zusammenspiels zwischen Mensch, Geist und Natur?

…oder Beispiel ist ja immer schon entweder (oder auch zugleich?) ein ‚Beispiel von…‘ und ein ‚Beispiel für…‘, zu etwas, auf das es erst hinführt. An einer Stelle unseres ersten Rendezvous de la Durabilité auf lokaler resp. „kommunaler“ Ebene sprach ich davon, dass das, was mit der wieder zu neuem Leben erwachten Kasbah Caid Ali begonnen wurde, ein Modell – oder ein Musterbeispiel – werden könnte (für das, was vielleicht, eines Tages, in eine echte „nachhaltige und schöpferische Entwicklung“ münden könnte). Weiterlesen

Eine interkulturelle Zusammenarbeit

Wir haben uns auf dem Rendezvous der Nachhaltigkeit getroffen, weil wir etwas bewegen wollen. Uns treibt natürlich das große Über-Thema Nachhaltigkeit an, und zusätzlich hat
jeder sein individuelles Thema am Runden Tisch präsentiert. Da gab es Ideen aus dem Bereich traditioneller Lehmbau, ökologische Landwirtschaft, sanfter Tourismus,  regenerative Stromerzeugung und weitere.

903058_358597180928176_924599585_o Uns treibt aber auch das Interesse am Kulturaustausch an. Werte wie Respekt, Wertschätzung, Toleranz gehören dazu. Respekt vor der eigenen Kultur, Wertschätzung für das, was in der eigenen Kultur entstanden ist. Und Toleranz und Respekt für die andere, die „unbekannte“ Kultur. Wir beobachten einander, wertschätzen uns, lernen voneinander, arbeiten gemeinsam, musizieren, essen und diskutieren gemeinsam. Wie auf dem Rendezvous de la Musique. Erst durch das Gemeinsame reflektieren wir unsere eigene Kultur, lernen erneut Wertschätzung für die eigenen Wurzeln kennen. Das ist der Kern der Völkerverständigung.

Selbst wenn sich die gesprochene Sprache unterscheidet von der aus dem anderen Kulturkreis und es einen Dolmetscher braucht um Inhalte zu vermitteln, so sind die Werte und die Beweggründe, warum wir alle uns auf den Rendezvous begegnet sind, doch die Gleichen.

In einer weiteren Zusammenarbeit wird es Sprachmittler brauchen, um fruchtbare Projekte zwischen Marokko und_DSF8329 Deutschland entstehen zu lassen. Die Sprachvermittlung wird eine Hürde darstellen, da Inhalte in veränderter Form wiedergegeben werden. Es wird  Verständigungsschwierigkeiten geben, aber es wird auch Boden für Neues entstehen. Das gemeinsame Ziel wird die Hürde überwinden lassen: das Ziel, den Respekt vor Mensch und Natur zu erhalten. Denn dies ist essentiell für ein harmonisches Zusammenleben auf dieser Erde. Und daher freue ich mich, als Sprachmittlerin moderieren zu können und hoffe auf weitere fruchtbare Dialoge.

Außerdem wünsche ich mir konkrete Projekte. Denn auch das ist uns in dem Treffen klar geworden: Wir müssen konkret werden, in Aktion treten, um etwas zu bewegen. Wollen wir gemeinsam ein Projekt starten? Wollen wir eine Idee umsetzen, müssen wir sie in ein Konzept bringen. Kreativ die Idee weiterdenken. Wer könnte unser Partner werden?  Welche Mittel brauchen wir? Welche Hürden werden auftreten? Vom Konzept aus treten wir in die Handlung und bewegen gemeinsam. Kleine Projekte, die sich womöglich unter dem Begriff „Atlas-Werkstätten“ zusammenfinden können. Als Projekt der Nachhaltigkeit.

Mit einem gemeinsamen Projekt werden wir aktiv, übernehmen wir Verantwortung für uns und unser kulturelles Erbe. Also gehen wir es an!

(Autor: Nadja Michels)